Scream Silence
Band Biography deutsch - updated 01/2006
Die europaweite Anerkennung der deutschen Gothic Szene wäre
nicht auf ihrem hohem Niveau, gäbe es da nicht Bands
wie Scream Silence.
Vom Tage ihres Eintritts in die Szene im Jahr 1998 an entwickelte
die Band kontinuierlich ein
hochwertiges „Erbe“, vor dem sie heute bereits
nicht ohne Stolz stehen kann.
Alle drei bisher erschienen Alben ( „To die for“ (1999);
„The 2nd“ (2001); “Seven Tears” (2003)
) wurden ausnahmslos mit Enthusiasmus nicht nur aus der Gothic
Gemeinschaft begrüßt. Musik Magazin Institutionen
wie Orkus werteten das Debüt Album ohne Umschweife als „Album
des Monats“. Auf diesen fulminanten Start hin nahm
die Band die Gelegenheit beim Schopf und unternahm ausgedehnte
Live-Touren, bei denen sie unter anderem mit Bands wie Christian
Death, Dreadful Shadows und anderen auftrat.
Diese Qualitätszeit on-the-road und die damit verbundenen
Möglichkeiten großzügig die Weiten und Tiefen
ihres Music Genres hautnah wie nie erleben und aufnehmen
zu können, brachte die Band recht bald in die komfortable
Position ihre Arme um ihr nächstes großes Projekt
zu legen: “The 2nd” .
Scream Silence Produzent und Mastermind Hardy Fieting ließ
zusammen mit seinen
Bandmitgliedern keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich
die Band nicht auf ihren schnellen Lorbeeren ausruhen würde –
und das Resultat sprach erneut für sich.
Das Album wurde von den Kritikern der Musikpresse unter anderem
als „Gothic Rock des neuen Zeitalters“ gewürdigt
und kletterte problemlos in alle relevanten europäischen
Genre Charts. Es fand sich sogar in einigen Charts Osteuropas
auf guten Platzierungen wieder.Beinahe über Nacht stand
die Band plötzlich als Headliner auf Touren und Festivals
wie dem hoch dekorierten Wave Gotik Treffen in Leipzig und
gewann in Folge dessen eine sich rapide vergrößernde
Fan Basis hinzu.
Vor allem bedingt durch die tiefe Verwurzelung mit ihren
eigenen Idealen bewältigte die Band es
mit Bravour, nicht den Boden unter den Füßen zu
verlieren. Stattdessen nahm sie den Erfolg zum Anlass die
dadurch freigesetzten Energien in konzentrierte Kreativität
zu investieren.
Erfolg war für die Band bestenfalls der Beweis dafür,
dass sie mit dem was sie tat und wie sie es tat auf dem absolut
richtigen Weg war. Scream Silence würden bald erkennen,
dass sie all diese Energien mehr brauchen würden als
sie je dachten.
Zu Beginn des Jahres 2002 verließen zur großen Überraschung
der übrigen Bandmitglieder Bassist Rene Schulze und
Gitarrist Joerg Rennewald die Band, um sich eigenen Projekten
und Solokarrieren zu widmen.
Es bedurfte einiger Anstrengung, um nicht nur zwei würdige
„handwerkliche“ Nachfolger für Rene und
Joerg zu finden – die „Neuen“ mussten vor
allem auch in der Lage sein, mit mehr als nur ihren musikalischen
Fähigkeiten die Band mittragen zu können.
Man wurde fündig in dem Gitarristen Robert Klausch und
dem Bassisten Cornel Otto, zwei „guten Bekannten“ der
Band. Sie kamen von einer lokalen Berliner Bandgröße
namens Scroon zu Scream Silence. Zusammen mit den beiden
Gründungsmitgliedern, Mastermind Hardy Fieting und State-ofthe-
Art Drummer Heiko Wolf, formten sie nun den neuen kreativen
Kern der Band, der schon bald
wieder für bemerkenswerte Resultate sorgen würde.
Immer wenn ungeplante Veränderungen eintreten, verändern
sich auch die Umstände und es wurde sehr schnell deutlich,
wie gut die Band mit dieser einschneidenden Veränderung
umgehen konnte.
Als Scream Silence ein Jahr später im Frühjahr
2003 ihren nächsten Meilenstein „Seven Tears“ in
die Gothic Welt rammte, hatten Fans und Kritiker gleichermaßen
das Gefühl, dass sie gerade Zeuge von Historischem wurden:
das Meisterstück barg eine extensive, emotionale und
kompakte Tiefe, die in dieser Form noch nicht da gewesen
war und für dieses Musik Genre schlicht bahnbrechend
war. Rezensionsgrößen wie das Magazin Zillo belohnten
dieses Werk mit „Album des Monats“
Ehren und Orkus verlieh nicht weniger als 10 von 10 möglichen
Bewertungspunkten.
All das
ereignete sich trotz der Tatsache, dass das zu dieser Zeit
für die Band verantwortliche Label
Moonstorm Records aus Berlin keinerlei Promotion für
das Album betrieben hatte. „Geldmangel“, so das
Label, sei dafür verantwortlich gewesen. Offensichtlich
und aus bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen fehlte
es dem Label an der professionellen Weitsicht eine klare
Erfolgsstory gebührend zu unterstützen.
Umso erstaunlicher aber war der Erfolg des Albums trotz dieser
unglücklichen Situation, denn es setzte mehr als doppelt
soviel Exemplare ab als sein Vorgänger “The 2nd” .
Und das Jahr war noch nicht zu Ende.
Aufgrund des bemerkenswerten Erfolges, den die Band in der
nationalen und internationalen Gothic Szene in diesem Jahr
erarbeitet hatte, wurde sie zum Herbstanfang als Co-Headliner
für das Prestigeträchtige
„Herbstnächte Festival“ auf Burg Rabenstein
südlich von Berlin auserkoren.
Die Band war begeistert von dieser Möglichkeit und entwickelte
eine eigene Bühnenshow für
diesen Auftritt, inklusive Streich Duett (Violine und Cello),
Multimedia Show und spezieller Setlist. Aber das sollte noch
nicht alles sein: durch die Kontakte eines engen Freundes
der Band wurde kein geringerer als der Gitarrist der legendären
Sisters of Mercy, Adam Pearson aus Leeds, England, für
diesen Abend eingeflogen.
Als sich die gotische Nacht bereits dunkel über Burg
Rabenstein gelegt hatte, trat Scream Silence vor einer großen,
erwartungsvollen Audienz auf die Bühne und setzte im
Folgenden den fulminanten Schlusspunkt hinter das bis dato
erfolgreichste Jahr der Bandgeschichte. Als Adam Pearson
als DER Überraschungsgast des Festivals während
des Sets in tiefblau durchflutetem Trockeneisnebel zur Band
auf die Bühne kam, war die Sensation für die begeisterte
Menschenmenge perfekt. Die Band und Adam hatten für
den Rest des Konzertes keine Mühe, die ausgelassene
Menge nahtlos in den historischen Burgboden einzuarbeiten.
In dem zur Neige gehenden Jahr hatte die Band mit etwas Abstand
realisiert, dass alles wofür sie so lange so hart gearbeitet
hatte und viele ihre künstlerischen Ziele tatsächlich
erreicht waren.
Trotz der Tatsache, dass Bassist Cornel Otto im Verlaufe
des Winters bereits signalisierte, die Band zum Frühjahr
2004 aus wichtigen persönlichen Gründen zu verlassen,
gelang es Scream Silence, sich auf die Zielsetzungen für
das anstehende neue Jahr zu konzentrieren.
Zudem half diesmal ein glücklicher Umstand, oder mehr
noch Zufall, dass der Bassist des Goth- Metal Projekts „Tunes
of Dawn“, Hagen Schneevoigt, dem Vorschlag nachkam,
die vakante Bassisten Position zu übernehmen.
Hardy Fieting, Heiko Wolf und Robert Klausch waren mehr als
erleichtert, als sich schon bald
herauskristallisierte, wie gut Hagen in die Aura und das
musikalische Konzept der Band passte.
An diesem Punkt entschieden Scream Silence, dass die Zeit
reif war, den nächsten großen Schritt zu tun:
Im Frühjahr 2004 gründeten sie ihr eigenes Record
Label Plainsong Records und begannen gleich darauf die Arbeiten
an ihrem vierten Album, „Elegy“. Es entspricht
ohne Zweifel der ausgeprägten Fähigkeit zur Nachhaltigkeit
die diese Band immer etwas besonderes entwickeln lassen wird,
dass „Elegy“
sich kurzerhand zum neuerlich bestverkauften Album der Band
Geschichte entwickelte, zahlreiche „Album des Monats“ Titel
in nahezu allen relevanten deutschen Top-Magazinen der Musik
Szene bescherte, Big Ticket Live- Gigs quer durch West und
Ost Europa brachte und das Label „Plainsong Records“ über
Nacht einen
interessanten Querschnitt an Bands aus dem breiten Indie-Genre
ins Portfolio bekam.
Scream Silence schöpft in dieser Phase aus einer scheinbar
unendlichen Schaffenslust und setzt zahlreiche wichtige Akzente
für sich und das Umfeld, vor allem auch endlich kommerzieller
Natur.
Es fühlt sich einfach gut an, wenn man die einzelnen
Erfolge in dieser Hinsicht betrachtet und innerlich wahr
nimmt, dass man es der Band von Herzen gönnt, dort angekommen
zu sein.
Opener auf der Mainstage eines der renommiertesten Open Air
Festivals in Europa, dem Mera Luna Festival 2005 in Hildesheim/Hannover,
oder Headliner des größten Gothic Festivals in
Nord
Osteuropa (Helloween 2005 Vilnius/ Litauen), sowie Co-Headliner
des größten Gothic Festivals in Zentral Mitteleuropa
(Castle Rock, Bolkow (Polen) sein zu können, ist nicht
nur eine exquisite Einladung auf einem Festival aufzutreten.
Es ist eine Auszeichnung.
Und es ist vor allem eine deutliche Anerkennung für
das außergewöhnliche und zeitgemäße
kreative Schaffen dieses musikalischen Think-Tanks. Auch
die restlos begeisterten Fans in der während des Scream
Silence Auftrittes brechend vollen Agra Halle des Wave Gotik
Treffens (WGT) 2005 in Leipzig können ein eigenes Lied
von der fulminanten Aura dieser Band singen und sind gleichsam
Zeitzeugen eines feinen Stückes Gothic Rock Geschichte.
Da kommt es auch nicht von ungefähr, dass die Band dabei
eine weitere qualitativ hochwertige
Entdeckung macht. Bedingt durch die kurzzeitige Erkrankung
ihres Gitarristen Robert Klausch, sah sich die Band im Herbst
des Jahres 2004 mit der unangenehmen Situation konfrontiert,
mangels Gitarristen bereits zugesagte Live-Gigs möglicherweise
absagen zu müssen. Es war Hagen Schneevoigt, der die
Idee hatte, den exzellenten Gitarristen seines eigenen Band
Projekts „Tunes Of Dawn“ anzusprechen und ihn
zu überzeugen für Robert und die Band live einzuspringen.
Der Volltreffer namens Rene Gödde vertrat Robert Klausch
nicht nur technisch exzellent, sondern addierte nach dessen
Genesung und Rückkehr auch unversehens eine derartig
eindrucksvolle zusätzliche Präsenz zum Live Bild
der Band, dass er aus dem nun entstandenen Gesamtbild schon
nicht mehr wegzudenken ist.
Rene verleiht der Band nicht nur die Möglichkeit deutlich
druckvolleren Live-Sound zu entwickeln, sondern auch eine
so passende physische Präsenz hinzuzufügen. Abgesehen
davon passt er auch zufällig hervorragend in das Konzept,
ein neues, deutlich Gitarren lastigeres Album zu entwickeln.
Während der Sommer 2004 von der Band ausgiebig genutzt
wurde um die zahlreichen Anfragen zu Live Auftritten in die
Tat umzusetzen, hatte sie doch im Hintergrund bereits begonnen
dieses avisierte, deutlich akzentuiertere Album Projekt in
die Tat umzusetzen. Hardy Fieting und sein Berliner Kreativensemble
verwandelten sich erneut in Nachtwesen und versammelten sich
ganz im bindungsintensiven Stil der Band über einen
Zeitraum von acht Monaten Abend für Abend im Band Studio,
um bis tief in die Nacht an Ihrem nächsten Meilenstein
Produkt zu arbeiten.
Der kommerzielle Segen des ablaufenden Jahres war dabei in
Form von wertvollem, weil
hilfreichem, technischem Equipment ein sehr willkommener
Pate für die Umsetzung auch
anspruchvollster Sound Ideen.
Als Nebenprodukt dieser Aufrüstung, in Verbund mit dem
Geheimtipp-Ruf den Hardy Fieting mittlerweile nicht nur in
diesem Scene Genre als ausgefuchster Sound Ingenieur erarbeitet
hat, werden regelmäßig auch Musik Größen
wie Blixa Bargeld, Wolfsheims Heppner u.a. in den Scream
Silence Studios gesichtet.
Die Einflüsse aus den Erlebnissen der Post-Elegy Zeit,
sowie die vielen hinzugefügten
musikalischen Kontakte und Erfahrungen im Austausch mit anderen
Musikern, sowie wie immer auch sehr viel Strömungen
und Empfindungen aus dem eigenen tiefen Inneren, haben ihren
Weg in dieses neue Werk gefunden – and it shows!
„Saviourine“ wird am 30.01.2006 in Deutschland veröffentlicht
und kurze Zeit darauf auch über die neuen Vertriebspartner in nahezu ganz
Mittel- und Osteuropa.
Der Single Release von „Creed“ erfolgt am 12.12.
2005.
Es mag verwegen klingen, aber man muss sich um den Erfolg
dieses Albums sicher keine Sorgen machen – es ist wieder
ein Alleinstellungsmerkmal für sich und wird mindestens
die jetzt versammelte Gefolgschaft positiv berühren.
Wahrscheinlicher jedoch ist es, dass auch mit diesem Werk
die Fangemeinde erneut erheblich wachsen wird. Besondere
Aufmerksamkeit wurde zu diesem Album der Video Produktion
zur Single
„Creed“
gewidmet. Mit erheblichem Aufwand und feinnervig zusammengefügter
Kreativarbeit wurde im Umland Berlins intensiv verfilmt was
im Final Cut als ein hochinteressantes, filmisch wie musikalisch
anspruchsvolles Werk daher kommt.
Zweifelsohne das lang erwartete
und fast schon
überfällige gelungene Statement dieser Band für
die Viva´s und MTV´s dieser Welt. In der mittlerweile
ganz beachtlichen Sammlung von Scream Silence affinen Radiosendern
ist nun auch der Kultsender „Radio Fritz“ in
Potsdam auf die nimmermüden Hauptstadt-Kreativen aufmerksam
geworden und stellt das neue Werk „Saviourine“ am
20.11.2005 in der populären
Abend Sendung „Stahlwerk“ vor – natürlich
unter live Teilnahme der Band.
So gerüstet wird Scream Silence ab den ersten Sonnenstrahlen
des neuen Jahres 2006 auf eine
ausgedehnte Deutschland und Osteuropa Tour gehen.
Es empfiehlt sich also im Moment mehr denn je diese letzten
echten Pioniere des Gothic Rock in
die menschlichen audiovisuellen Datenbanken zu brennen und
eines der Tour Dates
wahrzunehmen…
…make sure you don´t miss your dose of „Saviourine“!
FMG/11-2005
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Interviews: hardy@plainsong-records.de
Band: info@screamsilence.de
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